Gefährdete Rasse
In der Schweiz gibt es heute rund 80'000 Ziegen, die von 7'000 Besitzern gehalten werden. Ein Drittel der Ziegen ist im offizellen Herdebuch des Schweizerischen Ziegenzuchtverbands eingetragen. Das Herdebuch enthält nur Zuchttiere, die ein bestimmtes Mindestalter erreicht haben und die geprüftermassen die typischen Merkmale ihrer Rassen aufweisen.
Einige Rassen gelten heute als gefährdet. Eine Gefährdung der Rasse wird angenommen, wenn weniger als 1000 weibliche Zuchttiere im Herdebuch eingetragen sind oder die Rasse einen erhöhten Inzuchtgrad aufweist. Mit einem Anteil von 4.3% gehört auch die Appenzellerziege zu den gefährdeten Rassen.
Der Schweizer Ziegenzuchtverband (SZZV) führt verschiedene Projekte zur Förderung gefährderter Rassen durch, die vom Bundesamt für Landwirtschaft unterstützt werden (Aufzuchtprämien für Böcke, Teinahme an Milchleistungsprüfungen, Zuchtfamilienbeurteilung, gezielte Paarungen, etc.). Für die Appenzellerziege ist der SZZV zudem daran, zusammen mit der ProSpecieRara einen neuen Absatzmarkt für Ziegenprodukte reiner Appenzellerziegen zu erarbeiten. Nähere Angaben zum Projekt finden Sie nachfolgend unter der Rubrik "Tipps".
Entwicklung des Herdebuchbestands
Der Herdebuchbestand des Schweizerischen Ziegenzuchtverbandes hat sich in den letzten Jahrzehnten positiv entwickelt: Wie untenstehende Grafik zeigt, hat sich die Zahl der eingetragenen Appenzellerziegen seit 1947 beinahe verdoppelt. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2005 um rund 70 Tiere hat sich der positive Trend in den letzten Jahren wieder fortgesetzt. Im Herdebuch waren per 1. Mai 2009 ingesamt 1257 Tiere (88 M, 1169 F) eingetragen.
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Appenzeller Ziegen aus 12 Kantonen sind heute im Herdebuch zu finden. Vor allem in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen: Appenzell IR (32 M, 447 F), Appenzell AR (28 M, 353 F), St. Gallen (15 M, 226 F), Bern (5 M, 49 F), Schwyz (2 M, 33 F), Aargau (5 M, 20 F), Graubünden (0 M, 14 F), Freiburg (0 M, 9 F), Thurgau (0 M, 8 F), Zürich (0 M, 6 F), Solothurn (1 M, 2 F), Glarus (0 M, 2 F).
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Wenn auch über den Gesamtbestand der Appenzellerziege immer wieder unterschiedliche Angaben zu lesen sind, so sind die über die letzten Jahre steigenden Herdebuchzahlen des Schweizerischen Ziegenzuchtverbandes doch ein erfreuliches Zeichen für die weitere Entwicklung dieser gefährdeten Rasse.
Quelle: Schweizerischer Ziegenzuchtverband
Jahresstatistik 2008
Die Herdebuchstelle des Schweizerischen Ziegenzuchtverbands erstellt mit Hilfe eines neuen Informatiksystems umfassende Statistiken über die Entwicklung der verschiedenen Ziegenrassen. Die Zahlen 2007 zeigen, dass die Förderung der Appenzeller Ziegen nach wie vor äussert wichtig ist. Wenn Sie mehr zu Milchleistungen, Geburtenzahlen, Altersdurchschnitt oder Inzuchtgrad erfahren wollen, klicken Sie
Gesamtbestand nach Kantonen
Die letzte Statistik des Gesamtbestandes der Appenzellerziegen, die auch die Nichtherdebuchtiere umfasst, datiert aus dem Jahre 1988. Wie bei der Herdebuchstatistik finden sich die Appenzellerziege vor allem in Appenzell AR (836), Appenzell IR (637) und St. Gallen (797) . Grössere Bestände sind auch in den Kantonen Graubünden (339), Zürich (295) und Thurgau (127) anzutreffen.
Die weiteren Tiere verteilten sich damals auf Bern (60), Luzern (32), Uri (5), Schwyz (13), Nidwalden (21), Glarus (57), Zug (8), Freiburg (6), Baselland (12), Aargau (27), Tessin (69), Wallis (63), Neuenburg (1), Genf (2), Jura (1).
Dies ergibt einen Gesamtbestand von 3475. Im Jahre 1941 wurden noch 6683 Tiere gezählt.
Quelle: Schweizerischer Ziegenzuchtverband für das Jahr 1988
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